Abdichtung

Kurze Antwort: Ein Bad mit 2,5 × 2 m und Duschbereich 1,8 × 2 m hat 9,56 m² Abdichtungsfläche: etwa 15,8 kg Flüssigabdichtung (0,5 mm trocken + 25 %, mit 10 % Reserve), 11,2 m Dichtband und 4 Innenecken.

Beschichtungen und Bahnen für Bad, Balkon, Keller, Dach, Schacht und Becken

Nächster Schritt

So funktioniert die Berechnung

Wählen Sie die Anwendung (Bad, Balkon, Bodenplatte, Kelleraußenwand, Keller von innen, Flachdach, Schacht, Becken oder freie Fläche) und das Abdichtungssystem. Nach Eingabe der Maße berechnet der Rechner die Fläche nach Teilen, Grundierung, Hauptmaterial aus der Mindesttrockenschichtdicke oder der Lagenzahl, Dichtband, Formteile, Manschetten, Gewebe und Schutzschicht sowie Gebinde oder Rollen.

Formel und Annahmen

Nach Schichtdicke: Menge = Fläche × Verbrauch je mm Trockenschicht × geplante Dicke × (1 + Reserve), geplante Dicke = Mindesttrockenschichtdicke × (1 + Zuschlag für Unebenheiten, meist 25 %). Kristallisierende Schlämme und kalter Bitumenanstrich: Fläche × Verbrauch je Lage × Lagen. Bahnen: Rollen = Fläche × Lagen × (1 + Reserve) ÷ Nutzfläche je Rolle, Nutzfläche = (1 m − Längsüberlappung) × (Rollenlänge − Querüberlappung).

Rechenbeispiel

Bad 2,5 × 2 m, Duschbereich 1,8 × 2 m, Tür 0,8 m: Boden 5 m², Duschbereich 3,6 m² und Streifen am Boden außerhalb der Dusche 0,96 m² = 9,56 m². Flüssigabdichtung: mindestens 0,5 mm trocken + 25 % = 0,625 mm × 2,4 kg/m² je mm = 1,5 kg/m²; mit 10 % Reserve 15,77 kg (1 Eimer zu 20 kg). Grundierung 1,58 kg, Dichtband 11,22 m (2 Rollen zu 10 m), 4 Innenecken, 2 Rohrmanschetten und 1 Ablaufmanschette.

Weitere Rechenbeispiele

  • Kelleraußenwände, Umfang 36 m, 2,5 m im Erdreich und 0,3 m Sockel = 100,8 m². PMBC für W1-E: 3 mm + 25 % = 3,75 mm × 1,3 L/m² je mm = 4,875 L/m², mit 10 % Reserve 540,54 L (18 × 30 L + 1 × 10 L); Bitumen-Voranstrich 22,18 L, Noppenbahn 99 m² und Abschlussleiste 39,6 m.
  • Flachdach 100 m² mit 2 % Gefälle und Attika 40 m × 0,15 m = 106,02 m². Zwei Lagen Bitumenbahnen mit 10 und 15 cm Überlappung: eine Rolle 1 × 10 m deckt 8,865 m², also ergeben 233,24 m² mit 10 % Reserve 27 Rollen.
  • Runder Schacht, 1 m Durchmesser und 2 m tief, innen mit Sohle: Wände 6,28 m² + Sohle 0,79 m² = 7,07 m². Dichtschlämme 2K 2 mm + 25 % = 2,5 mm × 1,7 = 4,25 kg/m², mit Reserve 33,05 kg.

Verbrauch je m² aus der Mindesttrockenschichtdicke (mit 25 % Zuschlag, ohne Reserve)

System und KlasseMindestens trocken (mm)Geplant (mm)Verbrauch je m²
Flüssigabdichtung, W1-I0,50,6251,5 kg
Dichtschlämme 2K, W1-I22,54,25 kg
Polyurethanabdichtung1,51,8752,81 kg
PMBC, W1-E33,754,88 L
PMBC mit Gewebe, W2.1-E456,5 L
Dichtschlämme 2K, W2.1-E33,756,38 kg

Was den tatsächlichen Verbrauch beeinflusst

  • Rauigkeit, Saugfähigkeit und Unebenheit des Untergrunds (daher der Dickenzuschlag).
  • Auftragsart (Kelle, Rolle, Spritzen) und Anmischverluste.
  • Anzahl der Ecken, Durchdringungen und Fugen mit Dichtband, Manschetten und Zusatzlagen.

Häufige Fehler

  • Nur mit der Mindesttrockenschichtdicke rechnen, ohne Zuschlag für Unebenheiten.
  • Dichtband am Wand-Boden-Anschluss und in Ecken sowie Manschetten an Rohren und Abläufen vergessen.
  • Bitumenbeschichtung auf nassem oder gefrorenem Untergrund und Verfüllen vor dem Trocknen.
  • Dispersionsabdichtung oder Bitumen auf der Innenseite eines Kellers (negativer Wasserdruck).

Häufige Fragen

Wie viel Abdichtung braucht man pro m²?

Das hängt vom System und der Dicke ab: Flüssigabdichtung für 0,5 mm trocken etwa 1,2–1,5 kg/m² in zwei Lagen, Dichtschlämme 2K für 2 mm trocken etwa 3,4 kg/m² (mit 25 % Zuschlag etwa 4,25 kg/m²) und Bitumendickbeschichtung für 3 mm trocken etwa 4–5 L/m².

Wie viele Lagen Abdichtung sind nötig?

Beschichtungen werden in mindestens zwei Lagen aufgetragen; die zweite erst, wenn die erste ausreichend getrocknet ist. Der Rechner bestimmt die Lagenzahl aus der Dicke, bei Bahnen sind auf dem Dach zwei Lagen mit versetzten Stößen üblich.

Wie weit überlappen Bitumenbahnen?

Üblich sind 8–10 cm längs und 10–15 cm quer. Die Überlappungen verringern die Nutzfläche einer 10-m²-Rolle auf etwa 8,9 m², daher braucht man mehr Rollen, als die Fläche allein ergibt.

Kann man einen Keller von innen abdichten?

Von innen drückt das Wasser die Beschichtung vom Untergrund (negativer Wasserdruck), daher kommen nur mineralische Systeme in Frage – kristallisierende Schlämme oder Dichtschlämme auf festem zementärem Untergrund. Das ist eine Sanierung; dauerhaft ist die Abdichtung von außen.

Was sind Wassereinwirkungsklassen?

Die Normen für Nassräume (W0-I bis W3-I) und erdberührte Bauteile (W1-E bis W4-E) stufen die Wasserbeanspruchung ein. Der Rechner nutzt sie nur zur Orientierung für die Mindestdicke; drückendes Wasser erfordert eine Planung.

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Herausgeber: Art-Visum d.o.o. · Inhalt geprüft:
Die Berechnungen nutzen übliche Verbrauchswerte und technische Datenblätter der Hersteller; die Ergebnisse sind Richtwerte. Methodik · Richtwerte · Über das Projekt